Was ist eigentlich Chiropraktik?

Das Nervensystem

Chiropraktik ist eine seit 2000 Jahren angewandte Behandlungsmethode zur Gesundheitsfürsorge, bei der ausschließlich "mit der Hand" behandelt wird.  

Vor über 100 Jahren entwickelte Daniel D. Palmer die Chiropraktik zur Amerikanischen Chiropraktik weiter, die bis heute in den USA universitär gelehrt wird. 

Die Chiropraktik basiert auf dem medizinischen Wissen, dass unser Nervensystem alle Bereiche des Körpers, wie Bewegungsabläufe und Funktionen sowie jedes Organ bis hin zur einzelnen Zelle, koordiniert und kontrolliert.  

Das menschliche Nervensystem besteht aus Gehirn, Rückenmark und 31 Nervenpaaren, die seitlich entlang der Wirbelsäule aus dem Rückenmark entspringen. Wie große Baumkronen verzweigen sich die Nervenpaare im Körper immer weiter und verbinden dadurch jede noch so entlegene Körperzelle mit dem Gehirn. 

Über diese Nervenbahnen transportiert das Gehirn die Informationen zu den einzelnen Körperzellen und empfängt auch Informationen seitens der Zelle. Durch diesen Informationsaustausch ist das Gehirn in der Lage, sämtliche Prozesse des Körpers direkt oder indirekt zu steuern, zu kontrollieren und auch zu regulieren.

"Es existiert eine angeborene, natürliche Lebenskraft im menschlichen Körper, die alle Funktionen reguliert!"

Daniel D. Palmer

Die Wirbelsäule

Die meisten Menschen verbinden die Wirbelsäule mit Bewegung und einem aufrechten Gang. 

Doch die Wirbelsäule hat auch noch eine andere sehr wichtige Funktion: Sie ist zugleich ein Gefäß und Schutz für das Rückenmark. 

Innerhalb des Rückenmarks verlaufen die seitlich aus der Wirbelsäule austretenden Nervenbahnen. Ist die Wirbelsäule in ihrer Funktion und Statik gesund, ist der Schutz für die Nervenbahnen perfekt. Sind Funktion und/oder Statik der Wirbelsäule jedoch verändert oder beeinträchtigt, kann dies zu Störungen im Informationsaustausch zwischen Gehirn und Körperzelle führen. 

Sowohl degenerative Prozesse wie z.B. Verschleiß als auch kleine Unfälle, einseitige Tätigkeiten, Bewegungsmangel, Fehlbelastungen, eine verspannte Muskulatur, Schonhaltungen, Organerkrankungen aber auch die Psyche und vieles mehr können zu Veränderungen und Beeinträchtigungen der Wirbelsäule führen. Solche Veränderungen innerhalb der Wirbelsäule können zu Wirbelfehlstellungen führen mit der Folge, dass daraus ein Druck auf die Nerven (Subluxation) entstehen kann. 

Subluxation ist die Bezeichnung für eine durch physischen, biochemischen oder emotionalen Stress beeinträchtigte Funktion des Nervensystems.  Subluxationen können Schmerzen, organische Probleme und Krankheiten verursachen.

Die Subluxation

Subluxation bedeutet:
1. Fehlstellung – 2. Fixierung – 3. Nervendruck.

Kommt es zu Wirbelfehlstellungen – verbunden mit Fixierungen – entsteht daraus ein Nervendruck, der auch als Subluxation bezeichnet wird. 

Der Informationsfluss zwischen Gehirn und Körperzellen ist nicht mehr optimal gewährleistet und es können Krankheiten und Schmerzen entstehen. 

Eine Subluxation kann lange Zeit unbemerkt bestehen, ohne dass Schmerzen auftauchen. Dennoch besteht die Gefahr, dass die Störung des Nervenflusses unbemerkt die Gesundheit beeinträchtigt.  

Ob hinter einer Beschwerde eine Subluxation steht, kann der Chiropraktiker herausfinden. Mit der chiropraktischen Behandlung können Fehlstellungen der Wirbel korrigiert und Fixierungen gelöst werden. Dieses wird als Justierung bezeichnet. Durch die Behandlungsweise kann auch der Druck von den Nervenbahnen genommen werden.

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